Der Crosswind's-C-Wurf - Ab die Post in Woche fünf und sechs

von Ulrike Schlögell, 30.11.2011, zuletzt ergänzt am 3.12.2011

Die DÜDIES werden von Tag zu Tag agiler und erweitern ihren Aktionsradius. Hier ihre Abenteuer...

In diesem Kapitel des Welpentagebuchs lesen Sie von der Zeit ab der fünften Lebenswoche.

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Samstag, 10. Dezember 2011

Unsere Welpen sind jetzt 6 Wochen alt

Die Zeit vergeht wie im Flug: Dreiviertel der gemeinsamen Zeit mit unserem Chessie-Nachwuchs ist bereits vorbei und langsam schleichen sich in die Freude über diese hinreißende Rasselbande schon wehmütige Gefühle ein.

Glücklicherweise halten die Kleinen uns während ihrer Aktivitätsphasen ganz schön auf Trab und wenn alles wie abgeschaltet in Tiefschlaf fällt, ist erst einmal Aufräumen angesagt – draußen im Garten und im Innenauslauf – denn es schaut jedes Mal aus, wie nach einem Bombenangriff.

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Aber wenn dann alles geputzt und gefegt ist, die Waschmaschine läuft und das Telefon ausnahmsweise stumm bleibt, ist manchmal ein bisschen Zeit zum Verschnaufen und dann bekommt Frauchen beim Betrachten dieser unschuldigen, herzallerliebsten, einfach wunderschönen kleinen Hundewelpen und beim Gedanken daran, dass der Abschied unaufhaltsam näher rückt schon mal feuchte Augen...

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Spätestens beim nächsten Kriegsgeschrei der 36 Pinkelpfötchen - wenn das Mittagessen nicht rechtzeitig aufgetischt wird, oder Mama Düse nur einmal kurz durch den Auslauf flitzt, alle munter macht und dann, volle Zitzen hin oder her, mit einem eleganten Satz über die Bande wieder im Off verschwindet - kann auch das sehr emotional-sentimentale Frauchen sich wieder (ein bisschen) über die netten Welpen-Adoptiveltern freuen, die in Kürze ihre vierbeinigen Plüschmonster ins neue Zuhause holen werden.

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Heute Nachmittag waren unsere DÜDIES allerdings müde, wie in den vergangenen Tagen nie, denn sie haben ihre erste Autofahrt mit anschließendem Ausgang im Feld überstanden. Bei strahlendem Sonnenschein und komfortablen 5°C, wuselten die Minichessies, zusammen mit ihrer Mutter und 6 wachsamen Menschen, tapfer querfeldein durch unbekanntes Terrain, wobei sie sich gewohnt sicher und interessiert zeigten. Erst auf der Heimfahrt war ihnen anzumerken, welche Anstrengung dieser Ausflug sie gekostet hat, denn sie verzichteten weitgehend auf das Gekläffe und Gequietsche, das uns bei der Hinfahrt den Weg versüßt hatte und einige waren schon eingeschlafen, als wir unseren Wagen im Carport parkten.

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Morgen bleibt uns das Zwischenhoch wohl noch erhalten und wir werden einen weiteren Ausflug unternehmen, bevor am Montag der große Regen und der böse Tierarzt mit der ersten Welpen-Impfung kommen. Dann sind zwei Tage Schonen angesagt – wir sind gespannt, ob das die Terrorkrümel genauso sehen.

Samstag, 03. Dezember 2011

Morgen werden unsere DÜDIES bereits 5 Wochen alt

Im Laufe der 5. Woche haben unsere Welpen viel Neues gelernt und erfahren:

  • Gartenfreuden bei mildem, sonnigen Spätherbstwetter
    Das Wetter war in dieser Woche - für November untypisch - mild und sonnig und so konnten die Kleinen viele Aktivitätsphasen an der frischen Luft verbringen. Sie haben inzwischen jede Ecke des Grundstücks erkundet und dabei gleich alle Schwachstellen in der Umzäunung entdeckt. Da wir sie nie aus den Augen lassen, konnten wir jedes Mal sofort reagieren und unseren gesamten Vorrat an großen Steinen und Holzscheiten zum Stopfen der Löcher verwenden.

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  • 1. Kontakt mit Federwild (nein, es war nur eine Entenschwinge)
    Kaum hatte ich den Flügel an die Reizangel gehängt, waren alle wie elektrisiert und die kleinen Nasen sogen ganz hektisch die interessante neue Witterung ein. Als der erste Welpe sich das Objekt der Begierde geschnappt hatte, begann ein wildes Verfolgungsspiel mit strack in die Höhe gereckter Rute seitens des Gejagten und allseits äußerst giftigem Knurren, als es darum ging, die Beute zu verteidigen, bzw. zu erobern. Was blieb waren viele Federn im Garten und eine besorgt hinzugeeilte Hundemama, die offensichtlich die ganze Aufregung nicht verstehen konnte.
  • Besuch vom Tierarzt
    Einige unserer C-chen hatten sich ein bisschen verkühlt und offensichtlich eine leichte Halsentzündung, weshalb sicherheitshalber unser Tierarzt ins Haus kam, um alle abzuhören und einen schwerwiegenderen Infekt auszuschließen. Glücklicherweise konnte er Entwarnung geben und verabreichte lediglich etwas für's Immunsystem.
  • Luftgetrocknete Hähnchenbruststreifen
    Seit einigen Tagen fangen die meisten Welpen an, angebotenes Trockenfleisch und Zwiebackstücke zu benagen und die abgekauten Stücke – ganz wie die Großen – dann auch aufzufressen. Für Dyna ist das ein Härteübung, denn sie hat strenges Verbot, ihren Kindern diese Leckereien wegzunehmen. Wir hätten nie gedacht, dass unsere elegante Düse so schrecklich sabbern kann!!
  • Garten-„Freuden" bei Sturm und Regen
    Da sich die Rasselbande an das Füttern im Freien gewöhnt hat und auch zum Erledigen des großen Geschäftes unbedingt und jedes Mal nach draußen will, konnten wir ihnen heute diese Erfahrung nicht ersparen. Überraschenderweise hat sie die Nässe im Pelz weniger gestört, als das anschließende kräftige Abrubbeln mit dem Handtuch. Dafür erntete Frauchen Protestgemecker und -geknurre, weshalb wir uns schon darauf freuen, diese Prozedur jetzt einige Tage lang nach jedem Aufenthalt im Freien üben zu können...

Mittwoch, 30. November 2011

Die fünfte Woche läuft.

Schon ist wieder eine Woche vergangen. Wir hatten viel Besuch – von Welpenkäufern, Nachbarn und Freunden mit Kindern und Hunden.

Die Düdies haben sich stets begeistert gezeigt und bisher keinerlei Probleme mit der Vielzahl der Eindrücke gehabt. Als angenehmer Nebeneffekt hat sich nun ein deutlicher Tag-Nacht-Rhythmus bei den Wonneproppen eingespielt, der uns nachts tatsächlich 7 bis 8 Stunden Schlaf beschert. Das ist wie Weihnachten und Ostern zusammen und gibt uns Kraft für die turbulenten Tage.

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Seit knapp einer Woche wollen die Kleinen regelmäßig nach draußen und sind, was das große Geschäft angeht, dadurch bereits stubenrein. Mit den Pfützchen klappt das natürlich noch nicht, auch wenn man immer öfter die ausgelegten Zeitungen aufsucht oder sich zumindest ganz in ihrer Nähe hinsetzt ... Wie schön, wenn Frauchen dann mit dem Wischmopp kommt, denn den kann man heftig attackieren und versuchen ihn totzuschütteln.

Bereits nach 2 Tagen haben wir der Rasselbande den ganzen Freilauf im Garten zur Verfügung gestellt, denn auch hier zeigt man sich – trotz Nebelnässe und feuchter Kälte– gewohnt sicher und explorativ, zumal Mama Dyna sie außerhalb der Wohnung keinen Augenblick aus den Augen lässt.

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Inzwischen füttern wir natürlich zu: Welpenbrei mit Obst und abends Fleisch mit Gemüse und Kräutern. Da auch Düse nach wie vor viel Milch hat, mutieren die Minis allmählich zu Midis; die „Dicken Drei" haben die 3000er- Marke heute Abend geknackt wobei Milki und Frau Y mit 3040 gr. gleichauf liegen.

Mehr zum C-Wurf lesen Sie im Bereich "Zucht".

Die Autorin

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Ulrike Schlögell betreibt seit 2001 die Crosswind's-Hundeschule. Sie bildet seit mittlerweile über 20 Jahren eigene und fremde Hunde für den Jagdeinsatz und die Dummyarbeit aus.

Daneben engagiert sie sich als Verbandsrichterin im DRC, dem sie auch als aktive Züchterin der eher seltenen Chesapeake Bay Retriever angehört.

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